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Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil der Website kann mit allen Mitteln (gedruckt, elektronisch, in Form von Fotokopien etc.) ohne schriftliche Zustimmung des Inhabers der Urheberrechte Valentyna Batalkina, Gründer der Museumsgalerie, reproduziert werden.

Lektion 2. Erlernen von Fremdsprachen

Wichtigkeit des Erlernens von Fremdsprachenlernen für die Persönlichkeitsentwicklung / Zweisprachige Familien.

Was ist eine Sprache?— Eine der Formen des Informationsaustausches, eine Art der Kommunikation aller Lebewesen in der Welt. Was bedeutet es, eine Fremdsprache zu können? — Manche Maximalisten, wie ich es früher auch war, würden sagen, es bedeutet, klassische Literatur in dieser Sprache zu lesen, Redewendungen und Humor zu verstehen. (Ich lebe seit 12 Jahren in Deutschland und spreche fliessend Deutsch, lese deutsche Luteratur, allerdings ist es für mich oft schwierig, bestimmte Witze zu verstehen, insbesondere schwer sind Auftritte der Komiker — es fehlt das Wissen der kulturellen Wurzeln, mancher sprachlicher Ausdrücke, und einfach mal die in diesem Land verbrachte Kindheit und Jugend). Jemand, der weniger perfektionistisch ist, würde sagen, eine Fremdsprache zu können, bedeutet einfach, sich im Land der Sprache zurechtfinden zu können, dort zu überleben und mit Muttersprachlern unterhalten zu können — egal, ob man dabei Fehler macht. Das reicht, um sich sicher und selbstbewusst in der modernen Welt zu fühlen.
Denn das Erlernen einer Fremdsprache entwickelt die Fähigkeiten eines Menschen und bereichert ihn enorm, stärkt sogar auch sein Selbsbewusstsein. Heutzutage ist es besonders wichtig die englische Sprache zu beherschen. Diese Sprache ist monentan die globale Sprache, sozusagen, die Sprache Nummer 1 in der Welt. Vielleicht liegt es unter anderem an der Einfachheit der englischen Sprache. Deswegen ist Englisch oft die erste Sprache, die wir erlernen.
Und wenn man die Grammatik einer Fremdsprache beherrscht, klapps es dann mit der zweiten Sprache in der Regel viel schneller. Sehr wichtig ist die Sprachpraxis im Land der zu erlernenden Sprache bzw. die Kommunikation mit Muttersprachlern. Denn eine Sprache ist nicht nur eine Reihe der grammatischen Regeln und Vokabeln, sondern eine nationalle Kultur, eine besondere einzigartige Atmosphäre und die Stimmung, die man unbedingt erspühren muss, um die Sprache für Kommunikation zu benutzen. Eine neue Sprache soll nicht nur über das Gehirn, sondern durch Augen, Ohren und Seele reinkommen, dann läuft der Lernprozess sehr schnell. Aus dieser Sicht ist es sehr empfehlenswert, gute Filme in einer Fremdsprache zu sehen, die Lieder, die gefallen, zu lernen und zu singen.

Was das Thema zweisprachige Familien betrifft, möchte ich ein sehr wichtiges erprobtes Rat geben — in einer zweisprachigen Familie (angenommen jeder Elternteil hat seine eigene Muttersprache) ist es notwendig, die Regel «eine Person — eine Sprache» einzuhalten. Das heisst jeder Elternteil soll mit dem Kind nur in seiner Muttersprache reden. Sobald man anfängt, diese Regel zu missachten, und mit dem Kind, z.B. russisch und deutsch zu mischen, merkt das Kind, dass es auch so geht und verlernt es schnell, sich von einer Sprache zur anderen umzustellen, was dazu führt, dass es bald nur in einer Sprache reden will, und zwar in der leichteren. Selbst, wenn ein Elternteil das Kind in seiner Muttersprache anspricht, antwortet das Kind dann in der bevorzugten Sprache. Solche Situation beobachte ich in Deuscthland sehr oft. Natürlich wird beim Kind die Sprache stärker, die in seiner Gesellschaft benutzt wird. Denn diese Sprache hört das Kind überall und in dieser Sprache reden Freunde. In meinem Fall ist diese Sprache deutsch. Deswegen war es für mich wichtig, nicht aufzugeben und nicht Kopf hängen zu lassen, als ich merkte, die Kinder sprechen Russisch mit Akzent. Der Akzent verschwindet, wenn sie in Russland zu Besuch sind und kommt wieder, wenn sie nach Deutschland kommen. Interessant ist, dass mein slavischer Akzent verschwindet selbst nach 12 Jahren in Deutschland nicht.

Ich würde allen empfehlen, so früh wie möglich anzufangen, eine Fremdsprache zu erlernen. Inklusive die Praxis in der sprachlichen Umgebung — Reisen, Treffen mit Muttersprachlern, Filme, Musik…Eigentlich ist es nie zu spät etwas Neues zu wagen, auch die Sprachen zu lernen. Wichtig ist, dass man es gerne macht und am besten noch bestimmte Ziele dabei hat, sei es eine Reise nach Italien oder noch etwas. Man soll auch keine Angst vor Fehlern haben. Zusätzlich zum Unterricht kann man sich einen Partner- Muttersprachler finden und die Kenntnisse austauschen — eine halbe Stunde auf Ihrer Sprache reden, eine halbe Stunde auf der anderen. Und sie sehen, wie schnell es gehen wird! Viel Erfolg!


Autor — Olga Maurer, geb. 1973. Absolvierte ein Studium an der Moskauer Staatsuniversität, Institut der Asiatischen und Afrikanischen Wissenschaften. Magister der Asiatischen Wissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte. Muttersprache Russisch. Spricht Englisch, Deutsch, Koreanisch und ein bisschen Französisch. Lebt seit 2000 in Deutschland mit ihrem Mann und hat zwei Kinder.